Für Dienstleistungen, die durch einen Handwerker oder durch eine Firma durchgeführt werden und für einen privaten Haushalt in Deutschland erbracht wurden, gewährt das Finanzamt einen Steuervorteil.

Dieser Steuervorteil wird durch eine direkte Steuergutschrift zur Einkommensteuer im Rahmen der Einkommensteuererklärung gewährt. Die Rechtsvorschrift findet sich im §35a EStG.

Begünstigt sind jedoch ausschließlich die Arbeitsleistung oder eventuell angefallene Fahrtkosten des Auftragnehmers. Insbesondere kann der Steuervorteil nicht auf Materialkosten gewährt werden. Die Ausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen werden in der Einkommensteuererklärung bzw. Lohnsteuererklärung geltend gemacht.

Die Steuergutschrift beträgt 20% der förderfähigen Ausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen. Bis 2008 konnten Ausgaben für Handwerker und Dienstleister bis zum einem Wert von 3.000 EUR geltend machen. Die Steuergutschrift betrug somit maximal 600 EUR.

Seit dem Jahreswechsel 2009 hat die Bundesregierung den förderfähige Betrag bei der Einkommensteuererklärung auf 6.000 EUR angehoben, so dass der Steuerbonus auf Handwerkerleistungen bei der Einkommensteuer sogar 1.200 EUR erreichen kann.


Diese Arbeiten bzw. haushaltsnahen Dienstleistungen sind bei der Einkommensteuer begünstigt:

    Reinigungsarbeiten (Wohnungsreinigung, Treppenreinigung, Fensterputzen und ähnliches)
    Gartenpflege oder Gartenarbeiten (z.B. Baum- oder Heckenschneiden, Rasen mähen)
    Schneebeseitigung und Winterdienst (Straßenreinigung der öffentlichen Hand ist leider nicht förderfähig.)
    Umzugskosten von Umzugsunternehmen
    Malerarbeiten und Renovierungen in der privaten Wohnung
    Dach- oder Fassadenreparaturen
    Wartung und Reparaturen an Heizungen und Heizungsanlagen
    Wartung oder Reparaturen von Waschmaschinen, Geschirrspüler, Herd, Fernseher oder PC
    Gartengestaltung oder Gartenarbeiten (ohne die Pflanzen)
    Pflasterarbeiten
    Schornsteinfegerentgelte und Kosten für den Schornsteinfeger

Voraussetzung für die Gewährung des Steuervorteils für haushaltsnahe Dienstleistungen ist stets eine Rechnung des Dienstleisters oder Handwerkers und der Nachweis, dass der Betrag auf das Bankkonto gutgeschrieben wurde (z.B. Einzahlungsbeleg, oder Kontoauszug). Barzahlungen sind somit nicht förderfähig. Diese Regelung hat auch kürzlich der Bundesfinanzhof (BFH vom 20.11.2008 VI R 14/08) bestätigt.

Ab 2008 müssen dies jedoch nicht der Einkommensteuererklärung bzw. Lohnsteuererklärung beigefügt werden. Sie sind jedoch aufzubewahren und auf Verlangen dem Finanzamt vorzulegen.

 

Quelle: Steuerberatungskanzlei Dorn/Berlin